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ONBOARDING

Integration und Bindung neuer Mitarbeiter

Der Start in den neuen Job stellt für den Mitarbeiter und das Unternehmen eine herausfordernde Aufgabe dar: Die ersten Wochen und Monate prägen den Eindruck vom Unternehmen und dessen Kultur und sind somit mitentscheidend für Motivation und Engagement des neuen Mitarbeiters. Wie stark identifiziert sich dieser mit dem Unternehmen und seiner neuen Tätigkeit?
Um eine frühzeitige fachliche und soziale Integration voranzutreiben gilt es Mitarbeiter über einen strukturierten Prozess „an Bord“ zu nehmen, ihnen Orientierung zu geben und systematisch in das Unternehmen einzuarbeiten. Onboarding mindert durch die frühzeitige Bindung an das Unternehmen nicht nur die Gefahr einer Abwanderung neuer Mitarbeiter, sondern führt auch aufgrund der schnelleren Integration zu einer früheren vollen Leistungsentfaltung des Mitarbeiterpotenzials.

Ein effektiver Onboarding-Prozess zeichnet sich dadurch aus, dass er einerseits zielgerichtet und strukturiert im Unternehmen verankert ist und andererseits die Flexibilität besitzt, den individuellen Integrationsfortschritt der Mitarbeiter zu berücksichtigen:



zielgerichtet
Erfolgreiches Onboarding sollte auf die unternehmensspezifischen Integration beeinflussenden Bedarfe ausgerichtet sein. Über die Analyse der Ist-Situation (beispielsweise über Mitarbeiterbefragungen oder Exit-Interviews) sind die Optimierungspotenziale zu identifizieren und eine klare Onboarding-Strategie und Zielgruppen zu definieren.

strukturiert
Die strategische Zielausrichtung liefert die Grundlage für die Auswahl relevanter Onboardingmaßnahmen. Die integrationsfördernden Maßnahmen sollten dabei sowohl die fachliche Einarbeitung (z.B. über Informationsveranstaltungen oder Fortbildungen)  als auch die soziale Integration (z.B. über kontinuierlichen Austausch mit direkten Arbeitspartnern oder Netzwerktreffen) fokussieren. Über einen standardisierten, zielgruppenspezifischen Prozessablauf lässt sich der Instrumenteinsatz effizient und ressourcenschonend in das Personalentwicklungskonzept des Unternehmens integrieren. Klare Strukturen und Leitlinien zum Prozessablauf geben den beteiligten Personen Orientierung und erhöhen die Transparenz und somit die Akzeptanz des gesamten Onboarding-Prozesses.

feedbackbasiert
Um den Wirkungsgrad der Onboarding-Maßnahmen zu optimieren empfiehlt sich die regelmäßige Messung des individuellen Integrationsfortschrittes der Onboarding-Teilnehmer. Eine Möglichkeit besteht darin, den Integrationsfortschritt aus mehreren Perspektiven beurteilen zu lassen, z.B. über ein
360 Grad Feedback-Verfahren. Über den Vergleich der eigenen Einschätzung des Mitarbeiters mit der Fremdeinschatzung seiner direkten Arbeitspartner lässt sich ein klares Bild über die Integrationsentwicklung zeichnen.

individualisiert
Die hierdurch gewonnen Erkenntnisse bieten die Entscheidungsgrundlage für eine auf die Bedürfnisse des einzelnen Mitarbeiters zugeschnittenen Instrumenteneinsatz. Bei Bedarf kann der standardisierte Onboarding-Prozess individuell angepasst werden - Onboarding-Maßnahmen werden z.B. wiederholt durchgeführt oder übersprungen. 

Die Integration bedarfsgerechter Ausgestaltungsmöglichkeiten in einen organisationsweit standardisierten Onboarding-Prozess erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit der eingesetzten  Maßnahmen. Durch den übergeordneten Standardprozess bleibt eine ressourcenschonende Praktikabilität gewahrt. Die Mitarbeiter werden auf diese Weise durch einen strukturierten Prozess, welcher ihre persönlichen Bedürfnisse berücksichtigt optimal in ihr neues Unternehmen integriert und können ihr volles Leistungspotenzial frühzeitig entfalten.


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