NL 02/2014 Reflection on Leadership

Reflection on Leadership

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

gemeinsam mit der BASF SE haben wir eine Produktinnovation entwickelt. Lesen Sie in unserem Sommer-Newsletter alles über unser Online-Tool, das die Selbstreflexion von Führungskräften unterstützt.

 

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Inhaltsverzeichnis

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre

Ihr meta | five Team

 

Reflection on Leadership: Impulse für die Führungskräfteentwicklung

Die aktuelle meta | five Studie belegt: Steigende Aufgabenkomplexität und wachsende Anforderungen im Führungsalltag erfordern ein Umdenken in der Unterstützung von Führungskräften. Der Weg geht weg von „mehr vom Gleichen“ hin zu individuellen Maßnahmen. Führungskräfte wollen auf die Dynamisierung ihrer Aufgaben und Rollen vorbereitet werden. Eine Fähigkeit im Umfeld Führung wird damit heute wichtiger denn je: die konstruktive Selbstreflexion als Basis der individuellen Veränderungskompetenz.

Diese Erkenntnis hat meta | five zusammen mit BASF SE aufgegriffen und mit Reflection on Leadership etwas entwickelt, das in der Landschaft von Personalentwicklungsinstrumenten einen Schritt nach vorne geht: Ein Instrument, das die selbstgesteuerte Reflexion von Führungskräften anhand vier zentraler Führungsaufgaben nachhaltig fördert.

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Ein für die Praxis entwickelter Fragebogen ermöglicht Führungskräften, das eigene Denken und Handeln anhand der Themenfelder Sich selbst führen, Mitarbeiter führen, Managen und Unternehmen gestalten kritisch und individuell zu prüfen. Impulse, alternative Wege zu gehen sowie konkrete Empfehlungen liefert anschließend eine individuelle Auswertung.

Die persönliche Entwicklung liegt damit dort wo sie hingehört – in den Händen derer, die es betrifft. Eigenverantwortlich. Individuell. Praxisnah.

Sie wollen Reflection on Leadership kennen lernen? Dann steht Ihnen mit dem Empfang dieses Newsletter ein exklusiver Testzugang bis zum 6. August 2014 zur Verfügung. Sollten Sie darüber hinaus Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne unter +49 221-71615-361.

 

 

 

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Reflection on Leadership: Das Online-Tool

Reflection on Leadership ist auf einen pragmatischen und ressourcenschonenden Einsatz ausgerichtet: Konzipiert als selbsterklärendes Online-Tool erfordert der Einsatz minimalen Aufwand in Einführung und Administration und fördert gleichzeitig die Eigenständigkeit und Eigeninitiative der Fokuspersonen.

Das bedeutet konkret: Die Einführung des Instruments erfordert zum einen keine aufwändige Kommunikation im Vorfeld. Führungskräfte werden „on-the-process“ mit allen erforderlichen Informationen versorgt. Zum anderen erfolgt das Anlegen von Teilnehmern vor einer Durchführung über einen Dialog, in den Stammdaten wie Name, E-Mail-Adresse und das Startdatum hinterlegt werden. Ab diesem Zeitpunkt liegt der Rest in den Händen der Führungskraft: Automatisierte Einladungs-E-Mails enthalten einen individuellen Zugang zu Reflection on Leadership. Über einen Fragebogen haben sie dann die Möglichkeit, anhand von rund 60 Aussagen eine Rangreihung dahingehend vorzunehmen, in wieweit diese auf sie persönlich zutreffen.

Die Auswertung erfolgt automatisch und unverzüglich im Anschluss. In Form eines umfangreichen Berichtes enthält diese neben einem individuellen Selbstreflexionsprofil Interpretationen sowie konkrete Impulse, um den größtmöglichen Nutzen aus den eigenen Ergebnissen ziehen zu können. Selbstständigkeit und Eigenverantwortung werden so optimal unterstützt und gefordert.

 

 

Reflection on Leadership: Einsatzmöglichkeiten des Instruments

Ausgerichtet auf die Selbstreflexion anhand übergeordneter Führungsaufgaben ermöglicht Reflection on Leadership einen Einsatz unabhängig davon, in welcher Branche eine Führungskraft tätig ist und wie viele Mitarbeiter sie führt. Als eigenständiges Instrument entwickelt, lässt sich Reflection on Leadership beispielsweise mit folgenden Instrumenten kombinieren:

  • In Vorbereitung auf Entwicklungsgespräche bietet Reflection on Leadership einer Führungskraft Gelegenheit, die eigenen Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, von denen sie sich in ihrem Alltag leiten lässt. Dies erlaubt einen Blick auf alternative Herangehensweisen und so erhält die Führungskraft Anregung, für sich passende Entwicklungsziele und -maßnahmen abzuleiten. Auf diese Weise wird eine differenzierte Vorbereitung auf das Gespräch unterstützt und die Wirksamkeit erhöht.
  • Reflection on Leadership lässt sich optimal in Development Programme integrieren, die speziell auf das Thema Führung ausgerichtet sind. Die vertiefte Auseinandersetzung mit den Anforderungen an Führungskräfte im Abgleich mit der eigenen Persönlichkeit fördert einen bewussten Umgang mit den eigenen Stärken und Entwicklungsbedarfen. Damit unterstützt Reflection on Leadership die Entwicklung eines authentischen Führungsstils.
  • Reflection on Leadership kann Coachingprozesse bereichern: Das Tool bietet einen breiten Blick auf Führungsverhalten und würdigt die Diversität von Führungspersönlichkeiten. Die Besprechung der individuellen Ergebnisse mit einem Coach hilft dabei, Ressourcen und Potenziale zu erkennen und freizusetzen.

 

 

Warum Selbstreflexion?

Eine Person, die sich selbst reflektiert, begibt sich auf Spurensuche. Denk- und Handlungsabläufe werden mit Erfahrungen verglichen und so führt die Reflexion zu neuen Informationen für künftiges Handeln. Das eigene Verhalten wird beobachtet, Gefühle ergründet und Einstellungen immer wieder mal überdacht. Das fördert die Offenheit für Neues und erhöht die Wahrscheinlichkeit, ungenutzte Potenziale zu entdecken. So können neue Gestaltungsspielräume ergründet werden.

Wer dabei endlose Schleifen dreht und zu keinem Ergebnis kommt, reflektiert sich nicht, sondern grübelt. Selbstreflexion per se ist also nicht immer konstruktiv und viele Forscher befassen sich mit der Frage, was passieren muss, damit Selbstreflexion positive Effekte nach sich zieht. Dabei finden sich normative Ansätze, also Überlegungen, wie eine „gute“ Selbstreflexion sein soll.

Diesen Weg wollte das Projektteam von meta | five und BASF SE nicht einschlagen und wählte einen offenen Ansatz. Das Team folgte seiner Überzeugung, dass es nicht die eine „richtige“ Art der konstruktiven Selbstreflexion geben kann, sondern dass je nach Persönlichkeit, Situation und Rollenverständnis unterschiedliche Wege zum Ziel führen. Das Online-Tool sollte deshalb weniger bewertende Ergebnisse vorbringen als vielmehr Impulse dafür bieten, die eigene Selbstreflexion zu hinterfragen. Reflection on Leadership zeigt der Führungskraft auf, welche Schwerpunkte sie aktuell in ihrer Selbstreflexion setzt. Spezifisch auf das individuelle Ergebnis zugeschnittene Reflexionsfragen helfen dabei, die eigene Selbstreflexion auf ihre Konstruktivität hin zu überprüfen.

Folgende Autoren haben uns bei der Entwicklung von Reflection on Leadership inspiriert:

  • Berg, C. (2007). Bedingungen und Auslöser von Selbstreflexion. Unveröffentlichte Diplomarbeit. Universität Osnabrück.
  • Greif, S. (2008). Coaching und ergebnisorientierte Selbstreflexion: Theorie, Forschung und Praxis des Einzel-und Gruppencoachings. Göttingen: Hogrefe.
  • Harrington, R. & Loffredo, D.A. (2011). Insight, Rumination, and Self-Reflection as Predictors of Well-Being. The Journal of Psychology, 145 (1), 39-57.
  • Joireman, J.A., Parrott, L. & Hammersla, J. (2002). Empathy and Self-Absorption Paradox: Support for the Distinction Between Self-Rumination and Self-Reflection. Self and Identity, 1, 53-65.
  • Röhrs, B. (2011). Selbstkonzept und Selbstreflexion im multidirektionalen Feedback. Stuttgart: ibidem.
  • Takano, K. & Tanno, Y. (2009). Self-rumination, self-reflection, and depression: Self-rumination counteracts the adaptive effect of self-reflection. Behaviour Research and Therapy, 47, 260-264.
  • Tisdale, T. (1998). Selbstreflexion, Bewusstsein und Handlungsregulation. Weinheim: Psychologie Verlags Union.
  • Trapnell, P.D. & Campbell , J.D. (1999). Private Self-Consciousness and five factor model of personality: Distinguishing rumination from reflection. Journal of Personality and Social Psychology, 76 (2), 284-304.

 

 

Reflection on Leadership: In der Praxis bei BASF SE

Interview mit Birgit Le Guillou (BASF SE, Global Development and Learning)


In einem Gemeinschaftsprojekt zwischen meta | five und BASF SE wurde Reflection on Leadership entwickelt. Was war für Sie Grund und Anlass, hier zu investieren?

„Führungskräfte sind als Vorbilder für alle Mitarbeiter zentral bei der Umsetzung unserer „We create chemistry“-Strategie. Das Ziel ist eine offene Führungskultur, die auf gegenseitigem Vertrauen, Respekt und Leistungsbereitschaft beruht. Um die Führungskultur der BASF weiter zu entwickeln, bieten wir unseren Führungskräften hochwertige Entwicklungsprogramme an. Dabei ist uns auch wichtig, dass Führungskräfte sich selbst hinterfragen, denn Reflexion und Selbstführung haben einen enormen Einfluss auf die Mitarbeiterführung. Sowohl die Nachfrage nach Selbstreflexionsangeboten für Führungskräfte als auch die geringe Verfügbarkeit von Angeboten im Bereich der Selbstführung haben uns gezeigt, dass es hier eine Lücke zu schließen gilt.“

  • Das Projektteam hat in einem ersten Schritt eine explorative Studie durchgeführt, an der sich 400 Führungskräfte der BASF beteiligt haben. Wie erklären Sie sich diese hohe Unterstützungsbereitschaft?

„Für uns war dies eine beeindruckende Bestätigung, dass das Interesse an diesem Angebot sehr hoch ist. Zudem schätzen es viele Führungskräfte, aktiv bei der Entwicklung von Personalentwicklungsangeboten eingebunden zu werden.“

  • Seit August vergangenen Jahres ist Reflection on Leadership fester Bestandteil in Ihrem Entwicklungsangebot für Führungskräfte. Wie ist die Resonanz?

„Die Resonanz war überwältigend. Die Zahlen sprechen für sich – innerhalb weniger Wochen hatten wir mehr als tausend Nutzer und äußerst positive Rückmeldungen.“

  • Inwieweit ist Reflection on Leadership eingebettet in andere Instrumente und Initiativen der Personalentwicklung?

„Selbstreflexion lässt sich nicht verordnen, nur anbieten. Deshalb ist das Instrument ein freiwilliges Angebot für Führungskräfte, das sich bestens in unser Entwicklungsangebot, das Führungskräftecurriculum, einfügt. Der Nutzer entscheidet selbst, wann er oder sie innehalten möchte, um eine selbstgesteuerte Standortbestimmung zu machen.“

  • Welche weiteren Schritte planen Sie mit Reflection on Leadership?

„Wir haben das Instrument gerade ins Englische übersetzt, sodass wir Reflection on Leadership künftig allen Führungskräften weltweit anbieten können. Wir verfolgen gespannt, wie das Tool im internationalen Kontext aufgenommen wird. Im engen Austausch mit unseren PE-Kollegen werden wir kulturelle Unterschiede im Auge behalten und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.“

 




 
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